Dream Spartacus Dream

Sparta Sujet
Uraufführung
Schauspiel mit Tanz
Alter: ab 14 Jahren
Dauer: 75 Minuten
Eine Produktion von werk89
 
 

Sparta, Marco und Bob steigen in ein Haus ein. Sie feiern sich, denn zuvor hielt Sparta vor einer aufgebrachten Menschenmenge eine Rede über Ungerechtigkeit. Aufgeheizt von ihrem Erfolg erschaffen die drei in ihrer Zurückgezogenheit einander eine schöne neue Welt, erspielen sich eine Utopie und huldigen selbst- und weltverliebt Kunst, Politik und Philosophie.

Der Kult, den sie der „Revolutionärin Sparta“ ironisch andichten, entwickelt sich selbstständig jedoch auch außerhalb der besetzten vier Wände. Ein Dominoeffekt tritt ein – und aus einer Rede heraus entlädt sich langsam aber sicher draußen auf den Straßen eine Revolution.

Oder sind es nur Aufstände? Oder ist es schon Terror? Oder passiert eigentlich überhaupt nichts?

Mit „Dream, Spartacus, Dream!“ stellt das Theaterkollektiv werk89 Fragen nach den Mechanismen eines Personenkultes, aber auch nach politischer Mündigkeit im allgemeinen. Wie wird man ein politischer Mensch? Was macht ihn aus? Wie greifbar, wie erlebbar, ist revolutionäres Gedankengut? Was ist überhaupt revolutionär? Ist Liebe revolutionär? Und was ist am Ende aller Integrität für den Menschen von Bedeutung?

Mit den Mitteln des Tanz- wie auch des Sprechtheaters ergründet „Dream, Spartacus, Dream!“ die Sehnsüchte nach einer gerechteren Zukunft, nach einem Verstandenwerden, nach einer Bedeutsamkeit – und mit welchen Mitteln man seinen Träumen nachjagen kann, ohne dass sie unterwegs zu Alpträumen werden.

Trailer

Teaser

Pressestimmen

"Ein Stück über Liebe und Revolution und was davon bleibt."

 

Wofür lohnt es sich zu leben?

Dichte(ste) Schauspiel-Tanz-Performance „Dream, Spartacus, dream!“ rund um Wider-/Aufstand und eine Anführerin namens Sparta.

Sieben kleine viereckige Säulen stehen auf der Bühne - mit Dingen oben drauf, die aussehen als wären sie Steine. Zwei flockig, leichte, runde hängende von beleuchtete Säulen. Darunter ein DJ mit einem Plattenspieler auf dem er eine Vinyl-Langspielplatte nicht wirklich scratcht, aber hin und wieder kurz anhält. Links – vom Publikum aus gesehen – eine große Projektionswand mit einem bunten entschlossen wirkenden Frauengesicht im Popart-Style.

Im Publikum steht ein Hipster-gestylter junger Mann mit Hut auf, zitiert zwei Che-Guevara-Sprüche. „Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche“, hätte er auf einem Kaffeehäferl gesehen und fast gekauft. Jenes von Revolution, die man nicht so sehr auf den Lippen, sondern im Herzen tragen müsse, sei nicht so popularisiert worden...

Dichte Mischung

So weit der Auftakt zu „Dream, Spartacus, dream!“, einem Stück der Gruppe werk89, das derzeit im Dschungel Wien läuft. Eineinviertel Stunden dichte(ste) Mischung aus Sprechtheater (leider so manches nicht immer deutlich zu verstehen), Tanz, Live-Video rund um Aufstand, Widerstand, Revolution(s-romantik), Gefühle, Liebe, Widersprüche, Solidarität contra Egoismus, Charisma, Führer_innen-Kult, Angst, Mut, Risiko, Dummheit, Hoffnung und Ohnmacht. In all dem sich aus den gerade aufgezählten Eckpunkten ergebenden Wirr-Warr zieht sich eine – hin und wieder auch ausgesprochene Frage: Wofür lohnt es sich zu leben?

Der Plot, der in diesem komplexen Netz für eine einigermaßen klare Struktur sorgt: Eine junge Frau hält eine aufwühlende öffentliche Rede. Gemeinsam mit Marco und Bob steigt sie am Abend danach in eine Villa ein. Die beiden nennen sie immer wieder Sparta. Was sie ablehnt – durchaus aber mit einem Schuss Koketterie. Das Trio beginnt zu spielen – mit schönen Gedanken, Gefühlen, Philosophieren und Zärtlichkeiten, teils so verspielt, dass sie wie in Erinnerung an Kindheit im Haus ein Zelt aufstellen.

"Nicht besser als ihr..."

Die Welt da draußen kommt über TV-Nachrichten von erst revoltierender, später aufgeheizterer Stimmung, schließlich vereinzelt, später häufiger vorkommenden Gewalttaten, ins idyllische „traute“, irgendwie ja doch auch besetzte Heim. Es braucht, so Sparta, eine neue Rede, eine, die die wild gewordenen Massen besänftigt. „Ihr hättet gern gehabt, dass ich eine Lösung bin. Ich bin nicht besser als ihr. Ich bin nur eine Idee in euch...“

Kann sie den Furor noch stoppen? Spielt sich alles in echt ab. Oder nur in den Köpfen des Trios? Geht es um Veränderung der Gesellschaft? Oder nur von einer/einem selbst? Oder hängt dies unmittelbar und untrennbar zusammen?
„Ein wahrer Revolutionär wird von großen Gefühlen der Liebe geleitet“ ist ein anderes Zitat von Che Guevara, das hier zwar nicht vorkommt, aber auch reinpassen würde. Oder ist gar Liebe selbst eine Art revolutionärer Akt?

Heinz Wagner      10.03.2016

 

Aufführungstermine

Dschungel Wien - Theaterhaus für junges Publikum


Do, 10.03.2016   11:00 (Vorpremiere)
Do, 10.03.2016   19:30 (Uraufführung)
Fr, 11.03.2016    11:00
Fr. 11.03.2016    19:30
Sa, 12.03.2016   19:30
Mo, 14.03.2016   11:00 
Mo, 14.03.2016   19:30
Di, 15.03.2016    11:00
Di, 15.03.2016    19:30

Besetzung

Autorin: Katharina Paul (im Auftrag von werk89) | Choreographie: Nikolaus Adler | Regie: Michael Alexander Pöllmann Storyboard: Michael Alexander Pöllmann, Nikolaus Adler, Christine Beinl Musik: Markus Jakisic Künstlerische Assistenz: Christine Beinl Stagedesign: Sebastian Pöllmann Kostüm: Sigrid Dreger Lichtdesign: Claus Zweythurm Produktion & Kommunikation: Simon Hajós | News Stimmen: Herbert Haider, Alexander Hoffellner, Alexandra Ava Koch, Simon Schober | Spiel: Maria Walser, Philipp Stix, Boris A. Popovic

Mit freundlicher Unterstützung von:

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